... dass es hier nicht weiter geht, dass ich den Hintern nicht hoch kriege und blogge, was mir seit Wochen im Kopf herum schwirrt...
ABER: Es geht nicht. Ich will mich nicht mehr hinter "Ballade" verstecken (auch wenn der Name hübsch ist), weiß aber auch nicht, ob ich meinen Namen so öffentlich machen, mich hier so entblößen will. Ich glaube zwar, dass dieser Schritt notwendig wäre, um aus diesem - oder einem neuen - Blog zu machen, was mir von Anfang an vorschwebte, aber ob ich das auch kann - da bin ich mir nicht sicher.
Ballade - 4. Sep, 03:40
- Platzhalter -
Ballade - 10. Jul, 15:26
Diese Woche wird noch sehr arbeitsintensiv sein und mir nicht erlauben, mich groß auf meine individuellen Bedürfnisse zu konzentrieren. Ab nächster Woche aber habe ich frei und kann mir meinen Tag selbst einteilen.
Dies scheint mir nun also der richtige Zeitpunkt zu sein, meine im letzten Beitrag angedeuteten Vorhaben auszubauen und mich voll und ganz auf die "Suche nach dem Rhythmus" einzulassen.
Der Vorschlag Jibrils, mit der Sonne aufzustehen und zu Bett zu gehen, gefällt mir und reizt mich sehr. Vielleicht sollte ich auch weniger Zeit am PC zubringen, den ich momentan noch zum Arbeiten nutze, was mir allerdings Kopfschmerzen und ehrlich gesagt auch eine regelrechte Abneigung gegen dieses Ding einbringt.
Am liebsten würde ich nur noch lesen, spazieren gehen, meine Beobachtungen festhalten und überhaupt wieder mal akribisch und nur für mich Tagebuch führen.
Ich habe zur Zeit das Gefühl, wie "bewusstlos" durch die Gegend zu rennen und eine Auszeit täte mir sicher gut...
Ballade - 1. Mai, 20:39
Wie bereits im vorhergehenden Beitrag angedeutet, bin ich momentan damit beschäftigt, den Rhythmen der Natur ein wenig nachzuspüren. Man darf sich das nicht sonderlich spektakulär vorstellen, ich halte mich an sehr einfache Dinge.
So habe ich mir zum Beispiel einige Pflanzen ausgeguckt, die ich mindestens einmal die Woche besuche: Da wäre die riesige Magnolie im Hause meiner Oma, die jetzt in voller Blüte steht, oder auch Stechpalme in einem Vorgarten in der Nachbarschaft - ein prächtiges Exemplar. Aber natürlich gehören auch meine eigenen Pflänzchen dazu und die Bäume in unserem Garten wie z.B. mein geliebter Haselnussbaum, der eine richtige Laube bietet. Außerdem statte ich einer Trauerweide auf dem Feld regelmäßige Besuche ab - und zwar seit frühester Kindheit. Sehr gerne mache ich dann auch noch einen Abstecher zu der Reihe von Eichen untern am Bach und sehr gerne schaue ich bei der Kastanie und den Birken an der Kirche vorbei. Gestern habe ich auf meinen Spaziergang zudem noch riesige Weißdornbüsche entdeckt, mit denen ich mich aus gegebenem Anlass - dem Jahreskreisfest Beltaine nämlich - näher befassen möchte. Wenn ich wirklich bei allen vorbeischauen möchte, bin ich eine gute Stunde unterwegs, aber es lohnt sich!
Selbst wenn man nur durch eine Straße regelmäßig spaziert, kann man den ständigen Wandel in der Natur hautnah miterleben. In kürzester Zeit wurde die Vorgärten unserer Straße zu wahren Blütenmeeren und schon die wenigen Töpfchen mit Blumen auf meinem Fenstersims machen mir so viel Freude, denn in letzter Zeit kommt des Öfteren eine kleine, dicke Hummel zu Besuch.
Nun, momentan bin ich zu Hause in kann mir meine Zeit selbst einteilen. Bis zum Beginn meines Studiums habe ich noch fast sechs Monate, die ich voll auskosten möchte. Darum plane ich, so oft wie möglich die Sonnenauf- und -untergänge mitzuerleben und Schwarz- und Vollmond ein klein wenig zu feiern. Und wie oben angedeutet will ich mich eingehender mit Pflanzen beschäftigen, die gerade Saison haben. Eine gute Orientierung bietet da z.B. das Buch von Vicky Gabriel: "Wege zu den alten Göttern": Die Autorin stellt hier einen Baum oder Strauch für jeden Mond des Jahres vor. Ich finde das eine schöne Idee und hoffe außerdem auf einen anständigen Lerneffekt...
Ballade - 24. Apr, 14:23
Heute habe ich etwas gesucht und gefunden, das es Leuten wie mir erleichtern sollte, sich wieder mehr mit den Rhythmen der Natur zu befassen:
Ein immerwährender Kalender, der z.B. Sonnenauf- und -untergang und Mondauf- und -untergang für den gewählten Tag berechnet.
Sehr fein, dann kann ich ja jetzt versuchen, mit der Sonne aufzustehen...
(Das Programm findet ihr in der Tabelle an zweiter Stelle unter "November": SP Kalender 1.23)
Ballade - 24. Apr, 12:49
Gerade schreibe ich noch von meinen Garten-Träumen, da denke ich mir: "Du könntest mal wieder orakeln." Auf die Schnelle schaue ich also auf der Seite vorbei, auf der man eine
Alltagskarte ziehen kann. Und was was sagt das Orakel:
Pflanze ein Apfelbäumchen.
Wie hieß noch mal dieses Lied von Reinhard Mey?
Reinhard Mey - an ihn habe ich ewig nicht gedacht. Er ist wohl der Lieblingssänger meiner Mama und als ich noch recht jung war, hat sie mich mal mitgenommen zum Konzert - mein erstes Konzert. Und wie habe ich es gehasst, an dem Morgen, bevor es zur Schule ging um die Zeugnisse abzuholen, seine Stimme zu hören und ihn von der gefälschten Unterschrift auf seinem Zeignis singen zu hören: "Und wieder mal ist Zeugnistag". Ich erinnere mich auch an Erbsen im Ohr - oder war's in der Nase? Auf jeden Fall sind "aller guten Dinge [...] drei".
Ach ja, das Lied heißt "Mein Apfelbäumchen und man kann auf der Internetseite des Herrn Mey den Text lesen und das Lied anhören:
klick
Eigentlich eine schöne Idee, die Sache mit dem Apfelbäumchen... Ob so eins wohl in meinem Mini-Kasten auf dem Fenstersims gedeihen würde? (Hierauf bitte keine Antworten, man wird ja wohl noch träumen dürfen - spätenstens in meinem Cottage-Garten dann aber!)
Ballade - 20. Apr, 23:11
Mit Blumen und überhaupt mit Pflanzen hatte ich lange so meine Probleme. Bis auf ein Kletterrankdings wollte in meinem Zimmerchen nichts dauerhaft mit mir leben. Alles ging mir früher oder später - meist doch eher früher - ein. Mittlerweile denke ich, dass ich einfach Pflänzchen finden mussten, die zu mir passen.
Heute lebt neben meinem langjährigen Kletterrankdings eine hübsche Azalee in Weiß-Rosa bei mir. Mit den eher durstigen Grünlingen komme ich scheinbar doch ganz gut zurecht - ich bin eben eine notorische Vielgießerin. Langsam soll sich unsere Wohngemeinschaft jetzt vergrößern.
Ein lang gehegter Wunsch war die Umgestaltung des kargen Außenbereichs meines einzigen Fensters in ein kleines Gärtchen. Die Gegebenheiten sind eher schlecht, sodass handelsübliche Blumenkästen dort keinen Platz haben. Gestern habe ich nun endlich eine Vorrichtung erstehen können, die passt. Sie bietet nur Platz für zwei recht kleine Blumentöpfe, aber immerhin. Es sind auch schon die ersten Blumen eingezogen, aber ich habe ihren Namen vergessen. Morgen will ich mal Fotos machen. Nun sinne ich über weitere Möglichkeiten nach, den spärlich vorhandenen Raum zu begrünen. Ich glaube, ich hatte schon lange nicht mehr so viel Freude daran, in Erde zu buddeln und Blümchen zu streicheln und zu überlegen, welche meiner Steinfreunde zu den Blumen passen (manchmal wollen meine Steine in Blumentöpfen wohnen). Ich wälze alte Gartenzeitschriften und denke über hübsche Dekorationselemente nach und träume ganz heimlich von einem englischen Cottage-Garten...
Ballade - 20. Apr, 22:53
Während der Osterfeiertage war ich körperlich mal wieder so gar nicht auf der Höhe. Mein Körper zeigte mir sehr deutlich, dass er meinen Lebensstil und insbesondere meine Essgewohnheiten verabscheut.
Langsam beginne ich zu begreifen, dass ich froh darüber sein sollte, dass sich mein Körper meldet, wenn es ihm nicht gut geht. Und ich sollte auf diese Zeichen seinerseits Acht geben. Überhaupt sollte ich mehr auf mich selbst Acht geben...
Darum starte ich mal wieder den Versuch, meine Ernärung umzustellen. So viel muss ich ja gar nicht ändern. Ich muss nur aufhören, immer wieder Dinge zu mir zu nehmen, von denen ich geau weiß, dass ich sie nicht vertrage. Also habe ich mir mit Schlagworten wie "Gesundheit" und "Zufriedenheit" - zwei Dinge, die für mich unmittelbar in Verbindung zueinander stehen - ein Mantra erstellt, das ich mir nun immer vorsage, wenn ich in alte Gewohnheiten zurückzufallen drohe. Außerdem möchte ich vielleicht noch einen Wunschbeutel füllen oder einen Stein (für mich ist selbst ein Kiesel ein sehr mächtiges Helferwesen) besprechen - mal sehen.
Heute habe ich den Tag mit einem Apfel und Tee begonnen. Ich weiß nicht, ob ich ganz abstinent leben kann, aber meinen Kaffeekonsum möchte ich auf jeden Fall sehr einschränken. Den ersten Schritt habe ich also schon getan und ich hoffe, dass ich dieses mal durchhalte. Ich weiß ja, dass ich mir damit einen Gefallen tue und dass ich kurzweilige Genüsse wie eine Praline oder eine Schale Müsli (mein Todfeind) lediglich durch langfristige Genüsse ersetze. Denn was gibt es Wichtigeres als ein gutes Körpergefühl?! Für mich ist das eine Grundvoraussetzung für ein gutes Leben...
Ballade - 18. Apr, 11:29
Eines meiner liebsten Feste im Jahreskreis ist Ostern. Ich mag auch Weihnachten sehr gerne und überhaupt alle Feste, die in der durchschnittlichen, in der deutschen Gesellschaft lebenden Familie gefeiert werden. Mit den typischen "heidnischen" Festen habe ich dagegen so meine Probleme, denn allein feiern ist nun mal nicht wirklich das Wahre. Was bringt es, wenn ich einen wunderschönen Ritualkuchen backe und niemand isst ihn mit mir, der um seine Bedeutung weiß. Zurück bleibt dann immer ein Gefühl der Sinnlosigeit. Feste leben nun mal von der Gemeinschaft.
Die Frühlingstagundnachtgleiche feiere ich darum gar nicht. Ich kann mit diesen astranomischen Daten so oder so weniger anfangen. Ich brauche immer etwas Sichtbares, wie die ersten Frühlingsblumen, das erste Grün an den Bäumen oder den vollen Mond. Mein "Heidentum" ist nun mal sehr sinnlich und gerade darum ziehe ich es dem Christentum vor...
Ballade - 10. Apr, 11:45
... betört mich immer wieder aufs Neue. Und seitdem ich die Geschichte des schönen Jünglings Hyakinthos kenne, dem die Blume ihren Namen verdankt, mag ich sie noch lieber:
Der Sage nach liebte Apollon den wunderschönen Jüngling Hyakinthos. Über dieser Liebe vernachlässigte der Gott seine Pflichten und so vergaß er zum Beispiel, sich um das Orakel von Delphi zu kümmern. Doch auch Zephyros, der Gott des Westwindes, war dem Schönen verfallen und da er den Geliebten lieber tot als an Apollons Seite sehen wollte, lenkte er den Diskus des nachlässigen Appollon während eines Wettkampfes in der Luft ab, auf dass er Hyakinthos treffen möge. Und so kam es auch und der Vielgeliebte starb. Aber aus dem Blute des von der Diskusscheibe erschlagenen Jünglings formte Apollon eine Blüte: die Hyazinthe.
Sie ist aber auch wunderschön (hier im "Ostergewand"):

Ballade - 30. Mrz, 20:47
Es ist toll, im Frühling Geburtstag zu haben, denn dann gibt's auch frühlingshafte Geschenke:
Hier mein zukünftiger Osterstrauch (Korkenzieherweide und Forsythie):
Ein wunderschöner Blumenstock:
Ich liebe Hüte!
Nicht unbedingt frühlingshaft, aber trotzdem so wahnsinnig schön, dass ich ein Foto zeigen muss:
Dazu gab's noch viel Schokolade und noch mehr Blumen und meinen Lieblingskuchen von meiner lieben Oma.
Ballade - 30. Mrz, 20:19